1. Variante

Fahrt mit dem Bus alpin von Binn bis Brunnebiel, dann Brunnebiel – Binntalhütte – Albrunpass – Scatta Minoia – Lago Vannino – Rifugio Margaroli

Scatta Minoia. Schnee im August
Scatta Minoia. Schnee im August

Wer die lange Etappe bis zum Lago Vannino abkürzen will (minus 2 ¼ Std), kann mit dem Bus alpin von Binn nach Fäld und von bis Brunnebiel fahren. Die Rufbuskurse nach Brunnebiel verkehren nur, wenn Reservierungen vorliegen. Anmeldung spätestens bis am Vorabend um 17.00 Uhr, Tel. +41 27 971 25 25.

Routencharakter und Schwierigkeit
Schwierigkeit T3
Schöne und gute Wege. Der Auf- und insbesondere der Abstieg von der Scatta Minoia sind steil und im Frühsommer ist Vorsicht geboten, wenn der Wanderweg noch teils schneebedeckt ist.

Zeit
5 ¼ Stunden
Brunnebiel – Binntalhütte 1 ¾ Std
Binntalhütte – Albrunpass 25 Minuten
Albrunpass – Alpe Forno ¾ Stunden
Alpe Forno – Scatta Minoia 1 ¼ Stunden
Scatte Minoia – Rifugio Margaroli 1 Stunde

Ausgangspunkt
Binn, 1400 m. Busverbindung
Bus alpin: http://www.landschaftspark-binntal.ch/de/veranstal...

Endpunkt
Lago und Alpe Vannino mit dem Rifugio Margaroli, 2194 m

Karten 1: 25‘000
Binntal 1270

Verpflegung unterwegs
Binntalhütte

Unterkünfte
Binntalhütte: http://www.cas-delemont.ch/index.php
Rifugio Margaroli: http://www.rifugiomargaroli.it/

Sehenswürdigkeiten
Auenlandschaft Oxefeld, Historischer Weg über den Albrunpass, Alpe Forno, Lago Vannino

Route
Von Brunnebiel (1845 m) erreicht man in wenigen Minuten die Alpgebäude der Freichi (1874 m). Auf der Alpstrasse weiterlaufen bis zu Wyssbach (1952 m). Hier beim Zusammenfluss des Turbewassers und der jungen Binna erneut den Bach überqueren und hinauf zu Chiestafel und zu Punkt 2098. Hier befindet sich die Abzweigung zum Albrunpass. Dem Weg Richtung Blatt und Oxefeld (2193 m) folgen. Das letzte Wegstück zur Hütte führt teils noch auf Steinplatten des alten Saumwegs zur Binntalhütte.

Von der Binntalhütte (2265 m) erreicht man bereits nach weniger als 30 Minuten den Albrunpass (italienisch: Bocchetta d’Arbola, 2409 m) und die Schweizer Grenze. Der Albrunpass wurde vermutlich schon in der jüngeren Eisenzeit begangen. In römischer Zeit gewann der Pass an Bedeutung, was durch mehrere Grabfunde im Binntal untermauert wird. Anfang des 13. Jahrhunderts benutzten die Walser den Weg über den Pass für die Besiedlung des Valle d’Ossola.
Nach einem kurzen steilen Wegstück folgt zuerst eine Traverse, dann wieder ein steilerer Abschnitt zur Alpe Forno inferiore (2220 m). Hier beginnt der Aufstieg zur Scatta Minoia, welche in östlicher Richtung liegt. Mit etwas Glück treffen wir beim Aufstieg zu einem kleinen Seelein (2430 m) auf eine ganze Kolonie von putzigen Murmeltieren. Bald nach dem See verliert sich der Weg etwas in den Geröllfeldern. Im letzten Teil holt der Weg links aus und erreicht den Übergang der Scatta Minoia (2599 m) mit dem Conti-Biwak.
Beim Abstieg ist vor allem im Frühsommer Vorsicht geboten, wenn der Weg teils noch unter Schnee liegt. Der Weg führt entlang der Flanke der Punta della Scatta hinunter zur Alpe Curzalma (2279 m) und quert den steilen Hang oberhalb des Lago Vannino. Das Rifugio Margaroli (2194 m) befindet sich zusammen mit den Alpgebäuden der Alpe Vannino am östlichen Ende etwas oberhalb des Sees.